Energiepflanzen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Landwirtschaft und Klimaschutz

Landwirte sind mit dem Klimawandel in ihrer täglichen Arbeit konfrontiert. Trockenheit, Hitze oder Starkregen können die betrieblichen Ergebnisse erheblich belasten. Positive Effekte versprechen hingegen eine längere Vegetationsperiode, höhere Erträge oder die Möglichkeit zum Zweitfruchtanbau und dem Anbau neuer Kulturen.
Doch die Landwirtschaft ist nicht nur Betroffener von Klimaveränderungen, sie gilt auch als Verursacher von ca. 7 % der Treibhausgas-Emissionen in Deutschland. Diese sind hauptsächlich bedingt durch die Nutzung entwässerter Moore (CO2-Emissionen), die Tierhaltung (Methanemissionen) und die Stickstoffdüngung (Lachgas-Emissionen).
Auf der anderen Seite trägt die Landwirtschaft (wie auch die Forstwirtschaft) durch Bindung von Kohlendioxid in mehrjährigen Kulturen, durch Humusaufbau und durch diverse andere Maßnahmen aktiv zum Klimaschutz bei.

Für den Anbau nachwachsender Rohstoffe bestehen folgende Möglichkeiten:

  • Stickstoffdüngung: Mengenreduzierung und Effizienzsteigerung, Düngungsmanagement
  • Wirtschaftsdünger aus der Tierhaltung: Nutzung der Gülle für die Biogasgewinnung, gasdichte Lagerbehälter, umgehende Einarbeitung der Gärrückstände
  • Erhalt von Dauergrünland und alternative Moornutzung (Paludi-Kultur)
  • Reduzierung von Betriebsmitteleinsatz und Energieaufwand
  • Vermeidung von Nährstoffeinträgen: Pufferstreifen, technologische Maßnahmen
  • Arten- und strukturreiche Agrarlandschaft: Saumstrukturen, mehrgliedrige Fruchtfolgen, Dauerkulturen und alternative Energiepflanzen

Durch den Einsatz von Bioenergie aus landwirtschaftlich erzeugten nachwachsenden Rohstoffen werden - unter Berücksichtigung der Emissionen aus der Bioenergieproduktion - in Deutschland netto über 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart.
Eine emissionsfreie Landwirtschaft ist nicht möglich. Allerdings hat die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die THG-Emissionen bis 2050 zu halbieren.

 Forschungsvorhaben von BMEL/ FNR:

 Weitere Informationen zu Klimaschutz in der Landwirtschaft: