Energiepflanzen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

EVA

EVA - Forschung nach Mitstreitern für den Energiemais

Das Kürzel „EVA“ steht für „Entwicklung und Vergleich von optimierten Anbausystemen für die landwirtschaftliche Produktion von Energiepflanzen unter den verschiedenen Standortbedingungen Deutschlands“. Vor neun Jahren, im Jahr 2005, startete das von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) koordinierte Projekt mit dem Ziel, neue Anbausysteme und aufgelockerte Fruchtfolgen für die landwirtschaftliche Produktion von pflanzlichen Energieträgern zu entwickeln. Das Projekt gliedert sich in 3 Projektphasen:

  • EVA I: Laufzeit: 2005 bis 2009
  • EVA II: Laufzeit 2009 bis 2013
  • EVA III: Laufzeit 2013 bis 2015.

EVA I

In sechs typischen Regionen Deutschlands wurden einheitliche Fruchtfolgeversuche für verschiedene Energiepflanzen getestet. Die Regionen repräsentierten die wesentlichen Ackerbauregionen Deutschlands und ermöglichten erstmals in einem bundesweiten und interdisziplinären Projektansatz den Vergleich des Energiepflanzenanbaus bei stark variierenden Klima- und Bodenbedingungen.

Daraus ergaben sich wichtige Fakten und Erkenntnisse für Praktiker, die Landwirtschaft ökologisch verträglich und dennoch nicht weniger gewinnbringend betreiben möchten.

EVA forscht nach Mitstreitern für den Energiemais
EVA forscht nach Mitstreitern für den Energiemais

Hier gelangen Sie zur EVA-Projektseite, auf der Ihnen die Forschungsergebnisse mit den entsprechenden Hintergrundinformationen im Detail dargestellt werden.

Die Gesamtkoordination des Projektes EVA I lag bei der TLL. Die Anbauversuche wurden jeweils von den Landesforschungsanstalten in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen durchgeführt.

EVA II

Im direkten Anschluss an EVA I startete das Vorhaben EVA II, das mit 14 Institutionen deutschlandweit die Ergebnisse aus EVA I überprüfen und ggf. absichern sollte. Dieses Vorhaben endete 2012.

Mit EVA II wurde ein wichtiges Kapitel in der Anbauforschung für Energiepflanzen in Deutschland fortgeschrieben. Das Vorhaben "Entwicklung und Vergleich von optimierten Anbausystemen für die landwirtschaftliche Produktion von Energiepflanzen unter den verschiedenen Standortbedingungen Deutschlands" (EVA) startete im Februar 2009 in die zweite Phase. EVA II diente in erster Linie der Absicherung und Weiterentwicklung der Ergebnisse aus Phase I. Übergeordnetes Ziel war und bleibt es, den Energiepflanzenanbau auf ein breiteres Fundament zu stellen, sowohl im Hinblick auf die eingesetzten Arten, als auch auf neue Anbaumethoden. Denn wer Energiepflanzen langfristig, großflächig und umweltverträglich nutzen will, für den sind Diversifizierung und Risikoverteilung wichtige Strategien. Es gilt, möglichst alle Potenziale des Biomasseanbaus auszuschöpfen. Auch wenn Mais bis heute die einträglichste Art für Biogasanlagen ist, könnten zum Beispiel Hirsen, die züchterisch bislang kaum bearbeitet sind, zukünftig ebenso oder an verschiedenen Standorten sogar noch interessanter sein.

In EVA II wurden an verschiedenen Standorten im gesamten Bundesgebiet die bereits bekannten Standardfruchtfolgen und die individuellen regionalen Fruchtfolgen drei weitere Jahre lang angebaut und untersucht. Auch die weiteren Teilvorhaben und Nebenversuche der Phase I zu den Themen Ökonomie, Ökologie, Biogasausbeute, Bewässerung, Mischfruchtanbau, Faktorminimierung, Erntetermin, Ackerfutter und Zweikulturnutzungssystem liefen mit einigen Anpassungen weiter.

Neues in EVA II:

Flyer 

  • Als achtes Bundesland beteiligte sich Sachsen-Anhalt mit der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Bernburg als Bördestandort am Anbau der Standard- und regionalen Fruchtfolgen, dem so genannten Grundversuch. Ab 2010 wird voraussichtlich ein derzeit laufendes Fruchtfolge-Projekt der Fachhochschule Kiel in den EVA - Verbund integriert
  • Nordrhein-Westfalen beteiligte sich am Teilversuch 6 zum Zweikulturnutzungssystem. Damit waren insgesamt 9 Bundesländer und 26 Versuchs- und Praxisstandorte ins Projekt involviert.
  • Ein neuer Nebenversuch diente der Optimierung des Einsatzes von Gärresten als Dünger für Energiepflanzen. Parallel wurden die ökologischen Auswirkungen der Gärrestausbringung untersucht.
  • Die Nebenversuche zur Produktion von Ackerfuttermischungen fanden in 5 Bundesländern statt. Auch wurde in diesem Zusammenhang die Ansaat von Grünlandmischungen zur Produktion von Biogassubstraten untersucht.

Vorläufige Ergebnisse aus EVA können Praktikern bereits interessante Hinweise geben. Diese können u.a. in der Broschüre "Standortangepasste Anbausysteme für Energiepflanzen" nachgelesen werden, die auf www.fnr.de im Bereich Mediathek/ Literatur kostenlos zur Verfügung steht.

Dritte Phase des Energiepflanzenanbau-Projektes EVA gestartet

Das Vorhaben „Entwicklung und Vergleich von optimierten Anbausystemen für die landwirtschaftliche Produktion von Energiepflanzen unter den verschiedenen Standortbedingungen Deutschlands“ (EVA) geht in die inzwischen dritte Phase. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) setzt über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), die Förderung des 2005 gestarteten Verbundprojektes „EVA“ bis November 2015 fort.

Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beteiligen sich jetzt ebenfalls an den Fruchtfolgeversuchen, wodurch sich die Zahl der Versuchs- und Praxisstandorte auf knapp 30 erhöht. Zusätzliche Satellitenversuche zur Risikoabschätzung, zum Zwischenfruchtanbau und zu Untersaaten wurden in das Projekt mit aufgenommen.

Mit der im April 2013 gestarteten dritten Phase setzt das BMEL die Unterstützung des mit jährlich mehr als 2 Millionen Euro Fördermittelvolumen und einer Gesamtlaufzeit von 10 Jahren größten Förderprojekts zum Energiepflanzenanbau in Deutschland fort. Den Kern des Projektes bildet die Absicherung und Optimierung der in der ersten und zweiten Phase erzielten Ergebnisse zur Entwicklung nachhaltiger Fruchtfolgesysteme mit Energiepflanzen und Marktfrüchten in agrarisch und klimatisch unterschiedlich geprägten Regionen Deutschlands.

Wichtige Ergänzungen gegenüber EVA I und II sind zusätzliche Satellitenversuche zur Minderung von Ertragsrisiken zum  Zwischenfruchtanbau sowie zu  Untersaaten als  Beitrag zum Gewässer- und Bodenschutz im Energiepflanzenanbau. Den aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen entsprechend werden in der 3. Förderphase agrarumweltpolitische Themen noch stärker in den Fokus genommen.

Bisherige Resultate aus dem Projekt sind in die Erstellung der Regionalbroschüren „Energiepflanzen für Biogasanlagen“ eingeflossen, die bisher für die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen als wichtiges Instrument für die regionale Anbauberatung erschienen sind. In Kürze wird diese Reihe durch die Veröffentlichung der Regionalbroschüre Nordrhein-Westfalen weiter ergänzt.

Neben diesen Broschüren können die Ergebnisse des Energiepflanzen-Verbundprojektes EVA auch auf der projekteigenen Internetseite www.eva-verbund.de detailliert nachgelesen werden.

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