Energiepflanzen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Mischfruchtanbau

Mischfruchtanbau mit Leguminosen - Effiziente Nutzung von Wachstumsfaktoren als Beitrag zum Ressourcen- und Gewässerschutz

Das vom BMEL geförderte Vorhaben zum Mischfruchtanbau mit Leguminosen wird seit Mitte 2012 an der Universität Rostock durchgeführt. Es untersucht den Mischanbau von Energiepflanzen mit Leguminosen, um den Anbau von Energiepflanzen im Hinblick auf die Nutzung von Wachstumsfaktoren effizient und nachhaltig zu gestalten und gleichzeitig Ressourcen zu schonen.

Das durch den Klimawandel erwartete häufigere Auftreten von Trockenperioden reduziert die Phosphormobilität im Boden. Dem lässt sich durch die Kombination verschiedener Pflanzenarten, die sich unterschiedlich an die Wachstumsbedingungen anpassen, entgegenwirken. Der Mischfruchtanbau kann damit also zu einer Steigerung der Nährstoff- und Wassernutzungseffizienz führen. Leguminosen sind hierfür besonders interessant, da sie Stickstoff aus der Luft fixieren und so den Düngebedarf der Kulturen senken.

Informationen und Ansprechpartner zum Vorhaben „Mischfruchtanbau mit Leguminosen – Effiziente Nutzung von Wachstumsfaktoren als Beitrag zum Ressourcen – und Gewässerschutz“ stehen in der Projektdatenbank der FNR unter dem Förderkennzeichen 22030111 zur Verfügung.

Mais und Ackerbohne [Bildquelle: Universität Rostock/S. Busch]
Mais und Ackerbohne [Bildquelle: Universität Rostock/S. Busch]

Anbau von Energiemais in Mischkultur mit Stangenbohnen - Entwicklung und Optimierung des Anbausystems

Mais ist aufgrund seiner herausragenden Flächeneffizienz und Wirtschaftlichkeit die am häufigsten angebaute Energiepflanze zur Biogasgewinnung. Wegen der potentiell ungünstigen Wirkung auf Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität gerät er jedoch zunehmend in Kritik. Durch den Mischanbau von Mais mit anderen Arten könnte der Maisanbau nachhaltiger gestaltet werden. Mit einem erfolgreichen Gemengeanbau ließen sich Fruchtfolgen auflockern, Selbstregulationsmechanismen vermehrt nutzen, die Biodiversität fördern und durch eine bessere Bodenbedeckung die Erosionsgefahr verringern.

In dem am 01. Mai 2013 gestarteten Verbundprojekt der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und der Universität Kassel werden in den nächsten drei Jahren Untersuchungen zum Aussaatzeitpunkt der Stangenbohne, den Saatmengen der beiden Mischungspartner, Sätechniken und der Form der Unkrautbekämpfung durchgeführt, um dieses Anbausystem zu optimieren.

Neben der reinen Ertragsleistung werden die Stickstofffixierung durch die Leguminose erfasst und die Methanausbeute abgeschätzt. Damit ist ein Vergleich mit dem Reinanbau von Mais möglich. Die Kombination von konventionell und ökologisch bewirtschafteten Standorten für die Feldversuche wird die Bereitstellung der Projektergebnisse für Praxisbetriebe beider Bewirtschaftungsrichtungen ermöglichen.

Das hier vorgestellte Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Verbundvorhaben „Entwicklung von Energiemaissorten für den Mischanbau mit Stangenbohnen – Optimierung der Züchtungsstrategien“ (Förderkennzeichen 22003412 und 22003512), in dem an der Entwicklung für den Mischanbau geeigneter Energiemaissorten gearbeitet wird, durchgeführt. Dies bietet gute Chancen für die Einführung dieses Anbausystems für den Energiemaisanbau, da neben der Erarbeitung von Informationen und Empfehlungen zum Anbau parallel geeignete Sorten entwickelt werden.

Ansprechpartner zu diesem Verbundprojekt sind in der Projektdatenbank unter den Förderkennzeichen 22003612 und 22003712 zu finden.

Energiemais in Mischkultur mit Stangenbohnen [Quelle: FNR/W. Schmidt, KWS]
Energiemais in Mischkultur mit Stangenbohnen [Quelle: FNR/W. Schmidt, KWS]
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe