Energiepflanzen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Andenlupine

Potenzial der Andenlupine als Energiepflanze

In einem dreijährigen Verbundvorhaben, das im März 2014 startete, untersucht das Julius Kühn-Institut (JKI) gemeinsam mit dem Projektpartner, der Universität Rostock, inwieweit sich die aus Südamerika stammende Andenlupine als Energiepflanze eignet. Gefördert wird das Projekt vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR).

Das Projekt gliedert sich in zwei Teilvorhaben. In Teilvorhaben 1 wird im ersten Schritt die Biomasseproduktion der Andenlupine mit der weißen und blauen Lupine verglichen. Dabei geht es darum, aus dem vorliegenden Sortiment die Lupinenart zu selektieren, die einen hohen Biomasseertrag bringt. In die Versuche werden dabei sowohl Pflanzenmaterial mit Sortenstatus als auch ein Sortiment an pflanzengenetischen Ressourcen der Andenlupine einbezogen. Weiterhin werden zwei unterschiedliche Aussaatzeitvarianten angelegt, um die Eignung der untersuchten Pflanzengruppen zur Haupt- und Zweifruchtnutzung zu prüfen. Begleitend sollen die untersuchten Pflanzengruppen in Feldprüfungen hinsichtlich ihrer Anfälligkeit gegen die bedeutendste Lupinenkrankheit in Deutschland, die Anthraknose, getestet werden. Bisher ist die Anfälligkeit der blauen und weißen Lupine gegenüber dieser Pilzkrankheit bekannt.

Im Teilvorhaben 2 wird die Universität Rostock ab September 2014 die Methanausbeute ermitteln und den Gehalt an bedeutsamen Inhaltsstoffen beurteilen.

Das Vorhaben kann die Etablierung der Andenlupine als Energiepflanze unterstützen und damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energiebereitstellung leisten. Zudem sind damit agrarökologische Effekte verbunden wie:

  • Erhöhung der Biodiversität durch abwechslungsreiche Fruchtfolgen
  • Verbesserung der Bodenstruktur
  • Erhöhung des Humusgehaltes
  • Reduzierung der Stickstoffdüngergaben.

Informationen zu dem Projekt finden Sie in der Projektdatenbank der FNR unter den Förderkennzeichen 22402111 (Teilvorhaben 1) und 22407312 (Teilvorhaben 2)

© Roux, Julius Kühn-Institut
© Roux, Julius Kühn-Institut