Energiepflanzen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Mischfruchtanbau

Mais-Bohnen-Gemenge als Biogassubstrat

Die Universität Göttingen und die KWS Saat AG wollen ein uraltes Anbausystem für die Biogaserzeugung fit machen: Den Mischanbau von Mais und Stangenbohnen. Erste Anbauversuche zeigten, dass das Gemenge ertraglich mit dem Reinanbau von Mais durchaus mithalten kann. Dafür wollen die Projektpartner in einem im Mai 2012 gestarteten Vorhaben die züchterischen Grundlagen legen.
Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über dessen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), gefördert.

Gemenge aus Mais und Bohnen sind in den Tropen weit verbreitet, hatten früher in der Schweiz eine Bedeutung und werden heute in Österreich auf etwa 600 Hektar zur Produktion der „Käferbohne“ (Phaseolus coccineus) angebaut.

Der Gedanke liegt nahe, die Gemenge auch als mögliche Substratquelle für Biogasanlagen zu prüfen. Sie könnten die Biodiversität in Energiefruchtfolgen erhöhen, zudem würde die Bohne die Agrarlandschaft als Pollen- und Nektarquelle für Blütenbesucher bereichern und durch ihre Stickstoff-Fixierleistung zu einem reduzierten Bedarf an mineralischen N-Düngemitteln beitragen.

Informationen und Ansprechpartner zum Verbundprojekt „Entwicklung von Energiemaissorten für die Mischkultur mit Stangenbohnen - Optimierung der Züchtungsstrategie“ stehen auf www.fnr.de unter den Förderkennzeichen 22003412 und 22003512 zur Verfügung.

Mais-Bohnen-Gemenge als Biogassubstrat [Quelle: FNR/W. Schmidt, KWS]
Mais-Bohnen-Gemenge als Biogassubstrat [Quelle: FNR/W. Schmidt, KWS]